Zweiwertiges, positiv geladenes Ion, das zu den Elektrolyten gezählt wird. Kalzium ist wichtig beim Aufbau der Knochen. Als Botenstoff zur Signalvermittlung wird Kalzium von fast allen Körperzellen verwendet. Siehe auch Parathormon und Vitamin D.
Medikamentengruppe, die den Einstrom von Calzium in die Zelle blockieren. Der Calziumeinstrom ist besonders bedeutsam für die glatten Muskelzellen, die die Weite bzw. Engstellung der Blutgefäße regulieren. Wenn der Calziumeinstrom in diese glatte Muskelzellen sich verringert, können diese sich nicht mehr so gut zusammenziehen, dadurch werden die Blutgefäße weit gestellt und der Blutdruck sinkt. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Calziumblocker, die sich in ihrer Wirkstärke und Wirkdauer unterscheiden. Einige Calziumantagonisten führen, neben der Blutdrucksenkung, gleichzeitig zu einer Verlangsamung des Pulses. Für Transplantierte bedeutsam ist die Erhöhung der Blutspiegel von Cyclosporin und Tacrolimus, die bei einigen Calziumkanalblockern auftritt.
Immunsuppressive Behandlung, bei der weder Cyclosporin noch Tacrolimus (die beiden derzeit im Handel befindlichen Calcineurin-Inhibitoren) eingesetzt werden.
Zu der Medikamentengruppe der sogenannten Calcineurin-Inhibitoren gehören Ciclosporin und Tacrolimus. Beide Wirkstoffe wirken auf das Calcineurin, ein in der Zelle von Antigen präsentierenden Lymphozyten befindlichen Botenstoff. Die Hemmung dieses Signalweges führt zu einer verminderten Abschrift von Genen in der Zelle (Blockade der Genexpression). Durch diese Blockade kann die Zelle viele Abwehr-Botenstoffe (Cytokine wie z.B. Interleukine, TNF-alpha und Interferon-gamma) nicht mehr produzieren. Die Abwehr des Körpers wird geschwächt.
chronisch ambulante Peritonealdialyse
Bauchfelldialyse, die der Patient täglich selbständig durchführt.
Cellcept® ist ein immunsuppressives Medikament, das sich gegen die Abwehrzellen (z. B. T- und B-Lymphozyten) richtet und diese in ihrer Funktionsweise hemmt. Der chemische Name von Cellcept® ist Mycophenolatmofetil (MMF) mit dem Wirkstoff Mycophenol-Säure. Andere Körperzellen werden von MMF nur wenig beeinflusst, sodass sich die Wirkung spezifisch gegen die Abwehrzellen des Körpers richtet. Die häufigsten Nebenwirkungen von Cellcept® sind Magen-Darm-Beschwerden und Durchfälle. Bei etwa 20% der Patienten treten diese Symptome zu Behandlungsbeginn auf. Meistens ist durch eine Dosiserniedrigung ein Rückgang der Beschwerden zu erreichen. In keinem Fall sollte der Patient jedoch eigenmächtig die Dosis verändern. Selten kommt es außerdem zu Blutbildveränderungen mit einem Abfall der weißen oder roten Blutkörperchen oder der Blutplättchen.
ACHTUNG: Die Beschreibung dieses Medikaments erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Bitte lesen Sie die Benutzerhinweise und Hinweise zu Medikamenten
Cholesterin ist ein wichtiger Baustein der Zellwände, außerdem wird Cholesterin auch im Blutserum gefunden. Im Blut finden sich mehrere Untergruppen von Cholesterin. Hier sind besonders das HDL (High density Lipoprotein)-Cholesterin und das LDL (Low density Lipoprotein)-Cholesterin zu nennen. Ein hohes Gesamt-Cholesterin erhöht das Risiko für Gefäßverkalkungen mit der Folge von Herzinfarkt und Schlaganfall. Besonders ungünstig ist die Situation, wenn das HDL niedrig und das LDL erhöht ist. Eine Verbesserung des Cholesterinstoffwechsels mit Absinken des Gesamtcholesterins, Ansteigen von HDL und Senkung von LDL, kann durch fettarme Ernährung, Gewichtsabnahme, Sport und spezielle Medikamente erreicht werden.
| Kreatinin-Clearance (GFR) | CKD-Stadium | ||
| 90 | 1 | ||
| 60-90 | 2 | ||
| 30-60 | 3 | ||
| 15-30 | 4 | ||
| <15 | 5 |
Häufig wird zwischen einer CMV-Erkrankung mit klinischen Beschwerden des Patienten und einer CMV-Infektion unterschieden. Letztere wird anhand von Laboruntersuchungen des Blutes (Nachweis des Cytomegalievirus im Blut mit CMV-PCR oder pp65 Antigen) diagnostiziert.
Die CMV-Erkankung kann die inneren Organe (Darm = CMV-Kolitis, Leber = CMV-Hepatitis, Auge = CMV-Retinitis, Lunge = CMV-Pneumonie) und die Blutbildung (häufig mit einer Erniedrigung der weißen Blutzellen) betreffen. Der Patient bemerkt eine ausgeprägte Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Es können Fieber und/oder Gelenkschmerzen auftreten.
Dabei handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung. Alle inneren Organe des Bauch- und Brustraums (aber auch Schädel und Knochen) können in kleinen Schichten - in der Schnittbildtechnik - abgebildet werden. Das Gerät ist wie eine offene Röhre aufgebaut. Im Gegensatz zur Kernspintomographie (= Magnetresonanztomographie) wird bei einer Computertomographie Röntgenstrahlung eingesetzt.
Tumor der Nebennierenrinde der das Hormon Aldosteron produziert. Dadurch scheidet die Niere vermehrt Kalium aus und hält Natrium zurück. Die Hauptsymptome sind deshalb Bluthochdruck und niedriges Kalium.
Corticosteroide sind Steroidhormone, die in der Nebennierenrinde aus Cholesterin gebildet werden. Die ca. 50 verschiedenen Corticosteroide werden in drei Gruppen eingeteilt:
Cortison wird als Medikament in unterschiedlicher Form eingesetzt. Es kann
eingesetzt werden. In der Transplantationsmedizin wird Cortison häufig intravenös oder in Form von Tabletten eingesetzt. Zudem gibt es verschiedene Wirkstoffzubereitungen des Cortisons, die für die Tabletteneinnahme geeignet sind (z.B. Prednison, Prednisolon oder Methylprednisolon). Diese einzelnen Zubereitungsformen haben unterschiedliche Wirkstärken.
Cortison kann eine Abstoßungsreaktion nach einer Nierentransplantation verhindern und wird daher zur Abstoßungprophylaxe eingesetzt. Es kann auch zur Behandlung einer akuten Abstoßung eingesetzt werden. Cortison wird langfristig nach Nierentransplantation in Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten in einer geringen Dosis gegeben. Dies geschieht, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Cortison wirkt allgemein entzündungshemmend. Es greift direkt in die Kommunikation der Lymphozyten ein und hemmt die Ausscheidung bestimmter Hormone, die von Zellen des Immunsystems produziert werden.
Mögliche Nebenwirkungen, die bei regelmäßiger Cortisoneinnahme beobachtet werden, sind:
ACHTUNG: Die Beschreibung dieses Medikaments erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Bitte lesen Sie die Benutzerhinweise und Hinweise zu Medikamenten
Cystatin C ist ein kleines Protein (ein so genannter Protease-Inhibitor), das komplett glomerulär filtriert wird, tubulär reabsorbiert und katabolisiert. Cystatin C wird in fast allen Zellen gebildet. Cystatin C steigt bereits bei einer leichten Einschränkung der GFR an und wird daher als idealer Marker zur Abschätzung der GFR eingesetzt. Die Bildungsrate ist stabil und unabhängig von
Cystatin C wird auch bei transplantierten Patienten zur Einschätzung der Transplantatfunktion bestimmt [Mehr zum Thema]
Eine Cytomegalievirusinfektion ist ein häufiges Problem bei nierentransplantierten Patienten. Statistisch gesehen hat jeder Zweite im Laufe seines Lebens Kontakt mit dem Cytomegalievirus und entwickelt eine Infektion, die häufig unbemerkt und ohne jegliche Beschwerdesymptomatik verläuft.
Eine Infektion kann ähnlich wie eine Grippe leicht oder schwer verlaufen. Von leichtem Unwohlsein bis zu schweren Entzündungen der Lunge (CMV-Pneumonie) oder einer Leberentzündung (CMV-Hepatitis) sind verschiedene Krankheitssymptome möglich, sodass die Diagnose für den Arzt manchmal sehr schwierig ist.
Vor jeder Transplantation wird noch in einem letzten Verträglichkeitstest – dem Crossmatch – gestestet, ob Spenderniere und Empfängerblut zueinander passen. Hat ein Patient in seinem Blut Antikörper, die gegen die Zellen des Organspenders gerichtet sind, kann die Transplantation nicht stattfinden und muss abgesagt werden. Ein positives Crossmatch bedeutet, dass das Empfängerblut und das Spendergewebe nicht miteinander verträglich sind. Die Transplantation einer solchen "unverträglichen" Niere würde zu einer schweren Abstoßung führen.
Compliance umfasst die Bereitschaft und Fähigkeit eines Patienten, eine aus ärztlicher Sicht erforderliche Behandlung anzunehmen und gewissenhaft auszuführen. Compliance bei der Tabletteneinahme bedeutet, dass der Patient die Medikamente in der richtigen Dosierung und zur richtigen Tageszeit - so wie vom Arzt nach medizinischem Kenntnisstand verordnet - auch einnimmt. In der Transplantationsmedizin gehört nach den Richtlinien der Bundeärztekammer die Compliance zu den Grundvoraussetzungen für den Erfolg einer Transplantation. Compliance eines potentiellen Organempfängers bedeutet "über die Zustimmung zur Transplantation hinaus die Bereitschaft und Fähigkeit, an den vor und nach einer Transplantation erforderlichen Behandlungen und Untersuchungen mitzuwirken". Compliance muss bei der Aufnahme in die Warteliste berücksichtigt werden. Anhaltende fehlende Compliance schließt eine Transplantation aus.