synonym IgA-Nephropathie, IgA-Glomerulonephritis
Methode, bei der mit Hilfe von Antikörpern bestimmte Substanzen aus dem Blut entfernt werden können. Das Blut wird dabei durch eine Trägersäule geleitet, auf der die entsprechenden Antikörper befestigt sind. Mit Hilfe der Immunabsorption kann man z. B. Antikörper, die gegen fremde Blutgruppen gerichtet sind aus dem Blut entfernen.
Unterdrückung der natürlichen Immunabwehr durch geeignete Medikamente. Immunsuppression wird angewendet zur Verhinderung der Abstoßung transplantierter Organe oder auch zur Behandlung von Erkrankungen, bei denen eine Fehlsteuerung des Immunsystems zur Krankheit führt (sogenannte Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Lupus erythematodes).
dienen der Unterdrückung der körpereigenen Abwehr. Grundsätzlich wehrt sich der Körper gegen fremde Eindringlinge wie z. B. Bakterien oder Viren mit seinem Abwehrsystem. Das Abwehrsystem besteht aus verschiedenen Abwehrzellen (Lymphozyten, Makrophagen und andere Zellen), die schlagkräftig jeden Eindringling abwehren.
Der Körper besteht aus einzelnen Zellen. An der Oberfläche einer jeden Zelle befindet sich ein für jeden Menschen einzigartiger Spezialcode, der aus Eiweißmolekülen zusammengesetzt ist. Diese Eiweiße werden auch Antigene genannt und sind für jeden Menschen in ihrer Mischung einzigartig. Durch diese Antigene an der Zelloberfläche ist jede Zelle als körpereigene Struktur kenntlich gemacht. Abwehrzellen können jede Zelle im Körper untersuchen und als "fremd" oder "körpereigen" erkennen.
Diese Abwehrzellen des Immunsystems (Makrophagen, B-Lymphozyten, Monozyten) zirkulieren im Körper, um jede fremde Zelle (z.B. eine Tumorzelle, eine virusinfizierte Zelle, aber eben auch eine "fremde Nierenzelle" des Transplantats) ausfindig zu machen. Ähnlich einem Sicherheitsdienst patroullieren sie im Körper. Alle Zellen, die mit Bakterien oder Viren infiziert sind, ändern ihren Erkennungscode und können daher auch von den Sicherheitspatrouillen als falsch erkannt werden. B-Lymphozyten produzieren zusätzlich Antikörper gegen diese fremden oder veränderten Zellen. Versagt dieser Sicherheitsdienst oder arbeitet er nur fehlerhaft, kann aus einer entfremdeten oder infizierten Zelle auch Krebs entstehen.
Für die Transplantation ist entscheidend, dass die Zellen der neuen Niere, die von einem anderen Menschen stammen, einen "falschen" (körperfremden) Erkennungscode aufweisen. Sofort werden sie von den Abwehrpatrouillen als körperfremd erkannt. Lymphozyten werden angelockt und produzieren Antikörper. Wie auf einem Schlachtfeld versucht der Sicherheitsdienst des Körpers diese körperfremden Zellen zu bekämpfen. Dieser Vorgang wird auch Abstoßung genannt.
Einige Patienten leiden nach der Nierentransplantation an Impotenz, meistens in Form einer eingeschränkten Erektionsfähigkeit. Manchmal bestand diese schon vor der Transplantation. In jedem Fall sollte durch eine urologische Untersuchung versucht werden, die Ursache der verminderten Erektionsfähigkeit festzustellen.
In vielen Fällen kann diese Störung durch Gabe bestimmter Medikamente in Tablettenform behoben werden. Da Impotenz behandelbar ist, sollte der Patient sich nicht scheuen, seinen Arzt wegen dieses Problems anzusprechen und eine urologische Untersuchung und Beratung in Anspruch zu nehmen.
Mit Induktionstherapie wird eine besonders starke immunsuppressive Therapie bezeichnet, die für kurze Zeit (in der Regel wenige Tage) unmittelbar in Zusammenhang mit der Transplantation durchgeführt wird. Häufig besteht diese Induktionstherapie aus einer Kombination üblicher Immunsuppressiva (wie z. B. Cyclosporin, Tacrolimus und Mycophenolsäure); zur Verstärkung der immunsuppressiven Wirkung werden dabei häufig höhere Dosen von Methylprednisolon und Antikörperinfusionen verabreicht (z. B. PATG, Thymoglobulin oder gegen Interleukin-2-Rezeptor gerichtete Antikörper, wie Daclizumab und Basiliximab).
Substanz, die von aktivierten Lymphozyten, z. B. bei Virusinfektionen gebildet wird. Interferon verringert die Virusproduktion von virusinfizierten Zellen. Interferon wird seit einigen Jahren auch gentechnologisch hergestellt und als Medikament, z. B. gegen Hepatitis B oder C, eingesetzt.
Flüssigkeitsgefüllter Raum zwischen den Zellen.
Inzidenz von Erkrankungen bezeichnet die Häufigkeit, mit der Erkrankungen neu auftreten. Zum Beispiel die Inzidenz von neu aufgetretenen Grippeinfektionen in einem Jahr.
Minderdurchblutung. Ischämie kommt in den meisten Fällen durch eine Verengung einer zuführenden Arterie, z.B. am Herzmuskel, in der Niere oder am Darm, vor. Auch das Abklemmen der Arterie bei der Entnahme eines Spenderorgans führt selbstverständlich zur Ischämie.
Im Bereich der Organtransplantation ist mit Ischämiezeit die Zeit gemeint, in der das entsprechende Organ von der normalen Blutzufuhr abgeschnitten ist. Man unterscheidet eine kalte Ischämiezeit, in der das Organ blutleer auf Eis gekühlt ist, und die warme Ischämiezeit, in der die Blutzufuhr unterbrochen und das Organ (bei der Entnahme) noch nicht gekühlt oder (bei der Transplantation) nicht mehr gekühlt wird.