wird auch Kernspintomographie genannt (abgekürzt MRT). Die Technik beruht auf Magnetwirkung und ähnelt einer Computertomographie. Allerdings lässt sich der Körper in allen Ebenen "bildgebend zerschneiden" (Schnittbildtechnik quer, längs, sagittal). Nachteilig ist die lange, tunnelartige Untersuchungsröhre, in der einige Patienten unter Platzangst leiden. Die Untersuchung ist sehr laut, daher wird ein Kopfhörer aufgesetzt. Vorteil ist das relativ nierenverträgliche Kontrastmittel, das bei dieser Untersuchung eingesetzt werden kann. Heute gibt es sogenannte "offene" MRT-Geräte, bei denen die Röhre ähnlich kurz aufgebaut ist wie bei einem Computertomogramm.
MAG-3 ist die Substanz, die in Deutschland am häufigsten zur Nierenszintigraphie eingesetzt wird.
Sichtbare Blutbeimengung im Urin, wie sie z. B. bei einer Blasenentzündung (Cystitis) oder durch Einreißen einer Zyste bei Patienten mit Zystennieren aufgetreten kann.
Andere Bezeichnung für bösartige Tumoren.
Bösartiger Tumor der Brustdrüse.
Dabei handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust zur Aufdeckung einer bösartigen Geschwulst (Mammacarcinom).
Entnahme mehrerer Organe zur Transplantation bei einem hirntoten Organspender.
Übersetzt: schwarzer Hautkrebs. Bösartigste Form des Hautkrebs, die häufig zu Absiedlungen (Metastasen) im Körper und damit zum Tod führt. Die Tumoren sind tatsächlich häufig dunkelbraun bis schwarz und entstehen mitunter aus vorher schon bestehenden sogenannten Leberflecken. Wenn Patienten mit einem Melanom in der Vorgeschichte organtransplantiert werden und infolgedessen eine Immunsuppression erhalten, kann das Melanom wieder hervorbrechen und in sehr kurzer Zeit zu Absiedlungen in den Organen führen. Im Unterschied zu anderen Tumoren kann dieser Fall beim Melanom auch dann eintreten, wenn zwischen der Behandlung des Tumors und der Transplantation 5 Jahre liegen. Deshalb müssen die Risiken der Transplantation bei Patienten, die ein Melanom hatten, besonders gründlich abgewogen werden.
Metabolit bezeichnet eine meist niedermolekulare Substanz im Zellstoffwechsel.
Chemische Form eines Cortisonpräparates, das intravenös gegeben werden kann. Methylprednisolon in hohen Dosen (250 – 1000 mg) wird zur Behandlung der akuten Abstoßung eingesetzt.
Antibiotikum mit besonders starker Wirkung gegen anaerobe Bakterien (Bakterien, die nur unter Abschluss von Sauerstoff wachsen können). Metronidazol wird häufig zur Behandlung von Durchfällen eingesetzt, die nach einer vorausgegangenen Behandlung mit einem anderen Antibiotikum durch das verstärkte Wachstum des anaeroben Bakteriums Clostridium difficile hervorgerufen wurden.
bedeutet minimale, aber als krankhaft zu bewertende Eiweißausscheidung im Urin. Die gesunde Niere scheidet nahezu "kein" Eiweiß im Endharn aus. Eine geringe Eiweißausscheidung wird als Mikro (=klein) -Albuminurie bezeichnet, weil es sich bei dem ausgeschiedenen Körpereiweiß um das Eiweiß Albumin handelt.
Erkrankung der kleinsten Blutgefäße
Auftreten von roten Blutkörperchen im Urin, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und nur durch Untersuchung mit Urinstix bzw. dem Mikroskop feststellbar sind. Mikrohämaturie kann Hinweis auf einen Tumor in den Harnwegen, auf Nierensteine oder auch auf eine Glomerulonephritis sein.
Aus dem Englischen: Nicht-Übereinstimmung. Der Ausdruck wird z. B. benutzt, um das Nichtübereinstimmen einzelner HLA-Merkmale von Spender und Empfänger bei der Transplantation zu beschreiben. Man spricht dann vom HLA-Mismatch.
Bei der Untersuchung von Urin, z. B. auf Bakterien oder Pilze, ist es wichtig, dass die Keime aus der Harnröhre oder von der Haut der Harnröhrenöffnung nicht mit in die Probe gelangen. Deshalb soll eine Urinprobe so gewonnen werden, dass die erste und die letzte Portion beim Urinlassen verworfen wird und nur der Urin dazwischen aufgefangen wird. Daher der Name Mittelstrahlurin. Der Behälter, in dem der Urin aufgefangen werden soll, muss also mitten während des Wasserlassens in den Urinstrahl gehalten werden. Einen fehlerhaft gewonnenen Urin erkennt man im Mikroskop daran, dass er sehr viele Plattenepithelien enthält. In der Bakterienkultur finden sich in diesem Fall häufig gleichzeitig mehrere unterschiedliche Keime, die die Diagnose der Bakterien, die tatsächlich den Harnwegsinfekt verursachen, unmöglich machen.
Abkürzung für "Mycophenolatmofetil" Inhaltsstoff des Cellcept.
Das Mondgesicht oder auch Vollmondgesicht tritt auf bei Patienten, die über längere Zeit Kordisonpräparate in höherer Dosis einnehmen müssen. Häufig tritt das Mondgesicht auf, wenn die Kordisondosis, z. B. beim Prednison, über 10 mg/Tag liegt.
Therapie mit nur einem definierten Medikament.
Gewebeprobeentnahme aus dem Herzmuskel. Bei manchen Herzerkrankungen ist zur genauen Diagnosestellung die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Technisch geht man dabei so vor, daß über eine große Vene ein Katheter in die re. Herzkammer geführt und dort mit einer Zange eine kleine Gewebeprobe entnommen wird.
Untergang von Herzmuskelgewebe durch Verstopfung der kleinen Arterien. Meist geht der Herzinfarkt mit Schmerzen in der Herzgegend und einem Engegefühl der Brust einher. Die Schmerzen können allerdings auch im Bauchraum, Rücken, Unterkiefer oder den Armen empfunden werden. Bei Patienten mit Diabetes mellitus und auch bei Nierenkranken können die Schmerzen so gering ausgeprägt sein, daß sie von den Patienten nicht bemerkt werden. Man spricht dann vom stummen Myokardinfarkt.