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Nachsorge

Grundsätzlich kann die Nachbetreuung in einem Transplantationszentrum oder bei einem niedergelassenen Nephrologen erfolgen. Kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist in der Regel eine Bestimmung der Laborwerte mit Überwachung der Transplantatfunktion dreimal pro Woche notwendig. Die Überwachung der immunsuppressiven Therapie erfolgt ebenfalls durch eine Laborwertbestimmung (z.B. Ciclosporin- oder Tacrolimusspiegel).

  • 3x/Woche
  • 1x/Woche
  • 1x/Monat
  • alle 3 Monate
  • alle 6 Monate
  • alle 12 Monate (nur bei sehr stabiler Nierenfunktion)

Jeder Patient sollte jedoch bei gesundheitlichen Problemen unverzüglich seinen behandelnden Arzt aufsuchen. Eine Zeitverzögerung kann im schlimmsten Fall zu einem Organverlust und zu lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken für den Patienten führen.

Narkose

Vor der eigentlichen Operation steht die Einleitung der Narkose. Aus diesem Grund wird der Patient vor einer Transplantation von einem Narkosearzt (Anästhesiologe) eigenständig über die Narkoserisiken aufgeklärt. Die Narkose ist heute ein sehr sicheres medizinisches Behandlungsverfahren.

Nephrektomie (Nierenentnahme)

Chirurgische Entnahme einer Niere. Dies kann wegen eines Tumors der Niere oder auch als Nierenentnahme zur Nierentransplantation erfolgen. Wird bei der Entnahme der Niere gleichzeitig der ganze Harnleiter mit entnommen, spricht man von einer Nephro-Ureterektomie.

Nephron

Ist eine definierte funktionelle Einheit der Niere.

Nephropathie

bedeutet Nierenerkrankung.

Nephrotoxizität

Übersetzt heißt dieser Begriff "schädliche Wirkung auf die Niere". Es gibt viele Substanzen, die Schäden an den Nieren hervorrufen können. Hierzu gehören z. B. Schwermetalle, eine ganze Reihe von Medikamenten (z. B. bestimmte Medikamente zur Chemotherapie) oder eine Behandlung mit antibiotischen Medikamenten.

Medikamente aus der Gruppe der Calcineurininhibitoren (Ciclosporin und Tacrolimus = Prograf) können zu einer Verschlechterung der Transplantatfunktion führen. 

Die Auswirkungen der verschiedenen nephrotoxischen Substanzen auf die Niere sind je nach Substanz sehr unterschiedlich. In einigen Fällen ist die nephrotoxische Wirkung voll rückbildungsfähig, in anderen Fällen treten sofort bleibende Schäden auf.

Neuropathie

Oberbegriff für Erkrankungen der Nerven.

Niere

Die Nieren sind das Klärwerk des Körpers.

Aufgaben: Sie sollen Endprodukte des Stoffwechsels aus dem Blut entfernen und den Wasser und Salzhaushalt des Körpers regeln.

Größe und Lage: Sie sind etwa 12 cm lang und 6 cm breit, der Regel doppelt (paarig) angelegt und liegen spiegelverkehrt beidseits der Wirbelsäule. Sie besitzen eine große Nierenarterie (in der das zu reinigende Blut fließt) und eine große Nierenvene (in der das gereinigte Blut fließt). Ein Niere wiegt etwa 150-200 Gramm.

Aufbau: Die Niere ist in zwei Schichten aufgebaut: Rinde und Mark. Unter dem Mikroskop erkennt man die feingewebliche Struktur der Niere: Sie besteht aus den Nierenkörperchen (in der Rinde) und einem dazugehörigen Schlauchsystem (Tubulusapparat in der Markschicht). Die kleinste funktionelle Einheit, die Urin bilden kann, ist das Nephron. Die Niere enthält ungefähr 1 Million dieser kleinen Funktionseinheiten. In einem Schlauchsystem wird der Harn gesammelt und dann im Nierenbecken aufgefangen.

Nierenarterie

Die Nierenarterien zweigen von der großen Bauchschlagader ab und versorgen die Nieren mit arteriellem Blut. Häufig teilt sich die Nierenarterie in mehrere Abzweigungen, die getrennt in die Niere hineinführen. Bei der Transplantation wird die Nierenarterie an die Beckenarterie (A. iliaca) angeschlossen.

Nierenarterienstenose

Verengung der Nierenarterien. Diese Engstellen können die Nierendurchblutung verschlechtern. Die minderdurchblutete Niere produziert dann vermehrt Renin was zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Wenn nur eine Niere vorhanden ist, führt die Nierenarterienstenose in der Regel auch zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion. Feststellen kann man die Nierenarterienstenose durch die Duplexsonographie oder eine Röntgendarstellung der Gefäße.

Nierenbeckenentzündung

Infektion des Nierenbeckens durch Bakterien, die von der Blase über den Harnleiter ins Nierenbecken aufsteigen. Bei "normalen" Nieren ist die Pyelonephritis in der Regel mit Fieber und auch Schmerzen in der Nierengegend verbunden. Bei transplantierten Nieren verläuft die Nierenbeckenentzündung in der Regel schmerzlos, da die entsprechenden Nerven bei der Entnahme der Transplantatniere durchtrennt werden.

Nierenbeckenentzündungen sollten, nach Anlage einer entsprechenden Urinkultur, immer möglichst frühzeitig mit einem potenten Antibiotikum behandelt werden. Bei verschleppten oder immer wiederkehrenden Nierenbeckenentzündungen kann es zu Vernarbungen der Niere mit einer entsprechenden Verschlechterung der Funktion kommen.

Nierenbiopsie

Feingewebliche Untersuchung der Niere mit einer Nadel (Gewebeprobe).

Zur sicheren Zuordnung und endgültigen Diagnose ist bei vielen Funktionsstörungen der Niere eine Nierenbiopsie notwendig. Auch bei Funktionsstörungen der Transplantatniere kann die Ursache häufig nur durch eine Nierenbiopsie geklärt werden. Wegen der relativ oberflächlichen Lage der Transplantatniere ist die Biopsie in diesem Fall relativ einfach und sehr komplikationsarm. Einige Transplantationszentren führen inzwischen routinemäßig Transplantatbiopsien in regelmäßigen Abständen nach der Transplantation bei allen Patienten durch.

Die Nierenbiopsie wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und bereitet deshalb, auch nach Aussage vieler Patienten, nur geringe bis gar keine Schmerzen. Es wird ein 1-1,5 cm langer, etwa 0,5 mm dicker Zylinder mit einer entsprechenden Hohlnadel aus der Niere herausgestanzt. Da in der Nierenrinde die meisten Nierenkörperchen vorhanden sind, die für eine aussagekräftige Diagnose notwendig sind, wird die Nadel unter Ultraschallkontrolle in die Nierenrinde plaziert.

Das Hauptrisiko der Nierenbiopsie besteht in einer eventuellen Blutung, die in Einzelfällen zur Notwendigkeit einer Bluttransfusion führen kann. In Extremfällen kann, bei nicht stillbarer Blutung, eine komplette Entnahme der Niere notwendig werden.

Nierenerkrankung

Die Ursachen einer Nierenerkrankung sind vielschichtig. Zu den wichtigsten Ursachen zählen:

  • Diabetes mellitus mit diabetischer Nephropathie
  • Bluthochdruck mit Folgeschäden und generalisierte Arteriosklerose/Nephrosklerose
  • Glomerulonephritis
  • Zystennierenerkrankungen
  • erbliche Erkrankungen der Niere
  • andere seltene Nierenerkrankungen

Nierenersatztherapie

Hierzu zählen alle Behandlungsformen, die die Funktion der Niere ersetzen können:

Wenn die Nieren nicht mehr richtig funktionieren, ist eine Nierenersatztherapie notwendig, da die Nierenvergiftung (Urämie) ansonsten zum Tod führen würde.

Nierenfunktion

Die Messung der Nierenfunktion ist nicht einfach. Verschiedene Messmethoden und Berechnungsverfahren wurden im Laufe der Zeit entwickelt. Hierzu zählen:

  • einfache Bestimmung des Kreatinin im Blut des Patienten (Serum)
  • Urinsammelmethode mit Bestimmung der Kreatinin-Ausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin
  • Nuklearmedizinische Methoden mit Tracer-Substanzen, die über die Niere ausgeschieden werden (z.B. DTPA-Clearance)
  • Berechnung der Kreatinin-Clearance (nach Cockroft & Gault)
  • Berechnung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) nach MDRD
  • Bestimmung des Cystatin C

Niereninsuffizienz

Die Niereninsuffizienz bezeichnet die akute oder chronische Abnahme der Nierenfunktion. Dabei geht die Entgiftungsfunktion der Niere verloren.

Nierenkanälchen (Tubuli)

Ein Nierenkanälchen (= Tubulus) sammelt den Urin in der Niere, der im Nierenkörperchen (Glomerulus) gebildet bzw. abgepresst wird.

Nierenkelch

Trichterförmige Ausstülpung des Nierenbeckens, an dem die Sammelrohre münden.

Nierenkörperchen

Teil des Nephrons. Knäuelförmige Aufzweigung der kleinsten Arterie in der Niere. Diese feinsten Blutgefäße der Niere sind mit winzigen Poren ausgestattet. Hier wird der Primärharn aus dem Blutserum abfiltriert. Das Glomerulum ist umgeben von der Baumannschen Kapsel, die den Urin auffängt und in die Harnkanälchen weiterleitet. Die Poren der Nierenkörperchen sind so gestaltet, dass nur eine wässrige Lösung mit den Giftstoffen und den Elektrolyten durchgelassen wird. Die roten und weißen Blutkörperchen, Blutplättchen und die Eiweißbestandteile werden im Blut zurückgehalten.

Erkrankungen des Nierenkörperchens führen zur Schädigung dieser Poren, sodass Eiweiß und häufig auch rote Blutkörperchen in den Urin gelangen. Deshalb wird bei Verdacht auf eine Nierenerkrankung der Urin auf das Vorhandensein von Eiweiß und festen Bestandteilen durch Laboruntersuchungen und Mikroskopie untersucht.

Nierenkolik

Eine Nierenkolik kommt dadurch zustande, dass der Harnleiter, der das Nierenbecken mit der Blase verbindet, verstopft wird. Ursache sind in den meisten Fällen Nierensteine. Gelegentlich kann der Harnleiter aber auch durch kleine Gewebsstückchen oder Blutgerinnsel, die aus der Niere stammen, verstopft werden. Der Urin kann dann nicht mehr aus der Niere abfließen. Es kommt zu einem äußerst schmerzhaften Stau im Nierenbecken und im Harnleiter.

Nierenkonservierung

Nach der Entnahme muss eine zur Transplantation bestimmte Niere in der Regel für eine gewisse Zeit (wenige Stunden bis max. 3 Tage) bis zur Transplantation aufbewahrt werden. Zunächst wird über einen Katheter, der in die abgeschnittene Nierenarterie eingeführt wird, das Blut aus der Niere herausgespült. Anschließend wird die Niere mit Konservierungslösung durchspült und in einem Plastikbeutel, der mit der gleichen Konservierungslösung gefüllt ist, verpackt. Dieser Plastikbeutel wird umgeben von einem zweiten Plastikbeutel, der mit Eisstückchen und Wasser gefüllt ist. Auf diese Weise wird die Niere auf 0 – 4 °C heruntergekühlt; ein Einfrieren würde das Nierengewebe zerstören. Für die Konservierung von Transplantatnieren (und auch anderer Organe wie Herz, Leber oder Bauchspeicheldrüse) können unterschiedliche Lösungen benutzt werden. Die älteste ist die relativ einfach zusammengesetzte Eurocollinslösung. In den letzten Jahrzehnten hat sich herausgestellt, dass andere, etwas komplizierter zusammengesetzte Lösungen bessere Ergebnisse bringen. Hierzu gehört die sogenannte HTK- oder Bretschneider-Lösung und die OW University of Wisconsin Lösung.

Nierenkrebs

Häufigkeit: Nierenkrebs macht etwa 3% aller bösartigen Erkrankungen bei Erwachsenen aus. Die häufigste Form des Nierenkrebs ist das Nierenzellcarcinom (80-85%). Der Tumor geht von der Schleimhaut des ableitenden Harntraktes aus.

Nur selten werden Metastasen (Tochtergeschwülste) in der Niere gefunden. Sehr seltene bösartige Krebsformen in der Niere sind Sarkome, Embryonalkarzinome und Nephroblastome (Wilms-Tumoren). Gutartige Nierentumoren sind ebenfalls sehr selten (sie gehen häufig von besonderen Zellen oder Bindegwebsstrukturen aus: Onkozytome, Angiomyolipome, Fibrome, Lipome, Angiome, Leiomyome und Neurofibrome)

Ursachen: Die Ursachen sind nicht vollständig bekannt. Wichtig scheinen Umwelteinflüsse zu sein: die Rolle von Blei, Asbest, Kadmium oder anderer Schadstoffe wie aromatische Kohlenwasserstoffe bleibt bis heute unklar. Besondere Bedeutung scheint hier das Rauchen zu haben. Viele Schadstoffe der Zigaretten erhöhen das Krebsrisiko. Es gibt auch familiäre Formen des Nierenkrebs: Hier spielt der Verlust von genetischem Material auf dem Chromosom 3 eine Rolle.

Risikofaktoren für Nierenkrebs sind:

  • steigendes Lebensalter
  • chronische Schmerzmitteleinnahme bzw. -missbrauch
  • erworbene zystische Nierenerkrankung
  • Hippel-Lindau-Erkrankung (Erbkrankheit)
  • Rauchen
  • geringe Trinkmenge, hoher Alkoholkonsum
  • Übergewicht

Die Diagnose eines Nierenzellcarcinoms kann durch Ultraschall und/oder eine Computertomographie nicht sicher gestellt werden. Entscheidend ist die feingewebliche Untersuchung.

Therapie: Die Behandlung des Nierenkrebs wird vom Tumorstadium beeinflusst. Die Operation ist die einzige Therapie, die eine dauerhafte Heilung verspricht.

Nierenlebendspende

Unter einer Lebendnierenspende versteht man die Spende einer Niere eines gesunden Menschen zum Zwecke der Transplantation. Die Lebendspende steht damit im Gegensatz zur Leichennierenspende, bei der die Niere eines verstorbenen Menschen (postmortale Spende) transplantiert wird.

Nieren-Pankreas-Transplantation

Bei einer Nieren-Pankreastransplantation werden eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse eines Spenders auf einen Empfänger übertragen. Dieses Verfahren kommt für Patienten in Betracht, die an einem Diabetes mellitus Typ I und gleichzeitig an einer fortgeschrittenen Niereninsuffizienz (kurz vor oder nach Dialysebeginn) leiden.

Nierenszintigraphie

Untersuchung der Niere durch intravenöse Gabe einer radioaktiven Markersubstanz, die in der Niere angereichert und ausgeschieden wird. Die Strahlung dieser Markersubstanz wird mit einer sogenannten Gammakamera gemessen. Hierbei können Bilder von Nieren, Harnleiter und Blase erzeugt werden. Außerdem kann anhand der Messwerte die Leistung jeder einzelnen Niere getrennt ausgewertet werden. Diese Messwerte sind z. B. wichtig, um bei einem Menschen, der eine Niere spenden möchte, festzustellen, ob die Nierenleistung sich gleichmäßig auf beide Nieren verteilt.

Heterotope Nierentransplantation

Heterotop heißt an einem anderen Ort. Im Fall der Nierentransplantation besagt dieser Begriff, dass die transplantierte Niere an einer anderen Stelle als die natürlichen Nieren vorgenommen wird. Orthotop, also an der anatomisch „richtigen“ Stelle werden z.B. Herz, Leber und Lunge transplantiert.

Nierentransplantruptur

Aufreissen einer transplantierten Niere. Eine Nierentransplantatruptur kann bei einer extrem starken Abstossungsreaktion auftreten und ist heutzutage glücklicherweise sehr selten.

Nierentubulusschädigung (CSA-induziert)

Schädigung der Harnkanälchen (siehe dort). Die Harnkanälchen sind die Zellen in der Niere, die bei Störungen der Durchblutung als erste zugrunde gehen. Auch eine ganze Reihe von Medikamenten, wie z. B. Cyclosporin, Tacrolimus, bestimmte Antibiotika oder auch einige Krebsmedikamente können zu einer Nierentubulusschädigung führen.

Nierenversagen (akut oder chronisch)

Man unterscheidet zwischen akutem (plötzlich, innerhalb weniger Stunden auftretendem) Nierenversagen (ANV) und chronischem Nierenversagen. Bei letzterem liegt in der Regel eine Nierenerkrankung mit längerem Krankheitsverlauf zugrunde.

Nierenzyste

Einzelne Zysten unterschiedlicher Größe kommen auch bei völlig gesunden Nieren nicht selten vor. Häufig sind diese Zysten auf der Nierenoberfläche lokalisiert. Es gibt aber auch kleinere Zysten am Übergang vom Nierenmark zum Nierenbecken (sogenannte parapelvine Zysten). Diese Zysten haben in aller Regel keinen Einfluss auf die Nierenfunktion und sind meist harmlos. Etwas anders zu bewerten ist die Situation, wenn sich Schrumpfnieren im Laufe der Jahre zystisch umbilden. Bei solchen zystisch transformierten Schrumpfnieren können sich in bis zu 10 % der Fälle bösartige Tumore entwickeln, sodass hier regelmäßige Kontrollen mittels Ultraschall, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie sinnvoll sein können. Eine weitere, anders zu bewertende Situation liegt natürlich dann vor, wenn es sich nicht um Nierenzysten sondern um Zystennieren handelt. Diese werden an entsprechender Stelle besprochen.

Nüchternblutzucker

Glukosegehalt des Bluts nach 12 Stunden ohne Kalorienzufuhr (Nahrung oder kalorienhaltige Getränke, Mineralwasser ist erlaubt). Ein zweimalig gemessener Nüchternblutzucker von 126 mg/dl und mehr ist ein Anzeichen für das Vorliegen einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Non-Hodgkin-Lymphom

Bösartige Entartung bestimmter Lymphozyten (Lymphdrüsenkrebs). Ausgehend von den verschiedenen Untergruppen der Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Lymphome mit unterschiedlichen Verlaufsformen. Zumeist bilden sich zu Beginn der Erkrankung Tumore in den Lymphknoten. Es können sich aber auch Ansammlungen entarteter Lymphozyten im Knochenmark, der Milz und anderen Organen ausbilden. Bei immunsupprimierten Patienten nach einer Organtransplantation (besonders häufig bei Jugendlichen und Kindern auftretend) kann sich eine spezielle Form von Lymphomen ausbilden, die durch die Infektion des Patienten mit dem Epstein-Barr-Virus im Rahmen der Transplantation ausgelöst wird. Die Erkrankung wird PTLD genannt (nach der amerikanischen Bezeichnung: Posttransplant lymphoproliferative disease). PTLD tritt insbesondere dann gehäuft auf, wenn eine sehr starke immunsuppressive Behandlung durchgeführt wird.

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