Wasseransammlung im Gewebe. Ödeme treten immer dann auf, wenn nicht ausreichend Flüssigkeit ausgeschieden wird. Dies kann bei einer fortgeschrittenen Herzschwäche, bei fortgeschrittener Nierenerkrankung, aber auch bei einem Eiweißmangel der Fall sein. In all diesen Fällen finden sich die Ödeme in der Regel an den Beinen und/oder in der Lunge. Knöchelödeme können auch als Nebenwirkung einer blutdrucksenkenden Therapie mit Kalziumantagonisten auftreten, hierbei kommt es zu einer Um-Verteilung des Wassers in die Unterschenkel ohne eine Zunahme der Menge an Körperwasser.
Im Labor hergestellte monoklonale Antikörper, die an T-Lymphozyten binden und diese zerstören. Diese Antikörper werden gelegentlich zur Behandlung starker Abstoßungsreaktionen verwendet.
Auch viele Patienten, die bereits älter als 65 Jahre sind, haben den Wunsch nach einem unabhängigen Leben und möchten gern transplantiert werden. Aus diesem Grund wurde 1999 ein spezielles Transplantationsprogramm von Eurotransplant entwickelt - das sogenannte Eurotransplant Senior Programm (abgekürzt: ESP; auch Old-for-Old-Programm). An diesem Programm dürfen nur Patienten teilnehmen, die älter als 65 Jahre sind, an einer dialyspflichtigen Niereninsuffizienz leiden und auf der Warteliste geführt werden. Zur Aufnahme in die Warteliste gelten die gleichen Kriterien wie bei Patienten unter 65 Jahren. Eine Besonderheit dieses Programm ist, dass die Spenderorgane in einer Region entnommen werden und dann nur unter den Patienten auf der Warteliste dieser Region verteilt werden.
Heute gibt es keine feste obere Altersgrenze für eine Transplantation. Dennoch steigt mit dem Alter das Risiko, bei einer Nierentransplantation schwere Komplikationen zu erleiden.
Vor allem die Operation selbst birgt dann unkalkulierbare Risiken, sodass eine Nierentransplantation jenseits des fünfundsiebzigsten Lebensjahres keine empfehlenswerte Behandlung ist. Da mit der Dialyse ein effektives und in der Regel sicheres Therapieverfahren zur Verfügung steht, sollte man in höherem Alter die Indikation zu einer Nierentransplantation streng stellen.
Rückgang und Versiegen der Urinausscheidung
Gefahr, die mit einem operativen Eingriff verknüpft ist. Typische Operationsrisiken sind z.B. Blutung und Infektion.
Mit Organmangel wird die Tatsache bezeichnet, dass nicht ausreichend Spenderorgane zur Verfügung stehen, um alle Patienten, die einer Organtransplantation bedürfen, zu versorgen. Die Spendebereitschaft der Bevölkerung und auch die organisatorischen Voraussetzungen für die Organspende sind von Land zu Land sehr unterschiedlich, so dass auch der Organmangel in verschiedenen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Z. B. beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf eine Nierentransplantation in Spanien, dem Land mit dem höchsten Organspenderanteil in Europa, 9 Monate, während sie in Deutschland bei über 60 Monaten liegt.
Der Organspendeausweis kann kostenlos unter der Telefonnummer 0800 / 90 40 400 oder auf der Internet-Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.organspende-kampagne.de/ angefordert werden.
Angehörige und Interessierte können durch das Tragen des Ausweises jederzeit ihre Einwilligung zu einer Organspende im Falle eines Todes ausdrücken.
Osteopenie bezeichnet die Verminderung der Knochensubstanz
Knochenerkrankung, bei der der Knochen durch zu geringe Kalkeinlagerung weich und brüchig wird. Der Einbau von Calcium in den Knochen wird durch verschiedene Hormone (z. B. aktives Vitamin D3, Parathormon, Östrogen und Testosteron) gesteuert. Da Frauen eine etwas geringere Knochenmasse haben als Männer und die Östrogenproduktion mit den Wechseljahren deutlich zurückgeht, tritt die Osteoporose besonders häufig bei älteren Frauen auf. Typische Symptome sind Rückschmerzen, im schlimmsten Fall das Zusammenbrechen von Wirbelkörpern. Das Auftreten einer Osteoporose wird auch durch eine langjährige Kortikosteroidtherapie (z. B. bei Patienten mit Rheuma, Asthma oder nach Organtransplantation) gefördert. Der Kalk-Salz-Gehalt des Knochens kann mittels einer Osteodensitometrie (einer Art Röntgenuntersuchung von Wirbelsäule und Oberschenkelknochen) gemessen werden. Nach einer Organtransplantation kommt es häufig zu einem messbaren Verlust an Knochenmasse, insbesondere in den ersten 6 Monaten nach der Transplantation. Im weiteren Verlauf nimmt die Knochenmasse dann wieder etwas zu.