Studienteilnehmer können nach dem Zufallsprinzip in verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Häufig geschieht dies, wenn man einen neuen Wirkstoff mit einem bereits vorhandenen Medikament vergleichen möchte. Auf diese Weise werden unbekannte Einflussfaktoren in beiden Untersuchungsgruppen kontrolliert.
Bekanntlich erhöht das Rauchen das Risiko für Lungenkrebs und auch für eine Reihe von anderen Krebsarten (z. B. Blasenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs). Wesentlich häufiger als die Krebserkrankung ist allerdings eine andere schädliche Wirkung des Rauchens nämlich das verstärkte Auftreten von Arterienverkalkungen. Besonders dramatisch wird die Zunahme dieser Gefäßverkalkungen dann, wenn neben dem Zigarettenkonsum noch andere Risikofaktoren für Gefäßverkalkungen, wie z.B. Zuckerkrankheit oder Nierenkrankheit, hinzutreten. Besonders betroffen sind die Arterien, die die Beine versorgen (Stichwort Raucherbein) und die Arterien, die Gehirn und Herz versorgen (Stichwort Schlaganfall und Herzinfarkt).
Außer den krebserregenden und gefäßschädigenden Wirkungen von Zigarettenrauch ist außerdem noch die direkte Wirkung auf die Lunge zu nennen, mit der Entwicklung einer sogenannten chronischen Bronchitis und der langsamen Zerstörung des Lungengewebes. Rauchen ist also schon für den ansonsten Gesunden eine schädliche Sucht aber besonders bei Nierenkranken strikt abzulehnen.
Von einem Reflux spricht man, wenn eine Flüssigkeit (z. B. Blut oder Urin) gegen die normale Flussrichtung zurückfließt.
Am Herzen kann dies auftreten, wenn die Herzklappen nicht mehr ganz dicht schließen.
Am Harntrakt spricht man von Reflux, wenn Urin aus der Blase in die Harnleiter zurückfließt. Dies wird normalerweise durch einen Verschlussmechanismus in der Blasenwand an der Stelle, wo die Harnleiter einmünden, verhindert. Wenn dieser Verschlussmechanismus (z. B. aufgrund einer angeborenen Erkrankung) nicht mehr funktioniert, wird der Urin durch den Anstieg des Blasendrucks beim Wasserlassen in die Harnleiter und im Extremfall bis ins Nierenbecken zurückgepresst. Dieser vesiko- ureterale Reflux führt zur Restharnbildung, zu gehäuften Harnwegsinfekten und kann zur terminalen Niereninsuffizienz führen.
Wiederherstellung. Im medizinischen Sprachgebrauch meint Rehabilitation einmal im sozialmedizinischen Sinne die möglichst gut Wiedereingliederung eines behinderten oder chronisch kranken Menschen ins Arbeitsleben und das gewohnte soziale Umfeld. Medizinische Rehabilitation meint in der Regel eine medizinische Behandlung im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt wegen einer akuten Erkrankung (z. B. Anschlussheilbehandlung nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall).
Auch Patienten, die auf die Dialyse angewiesen sind, können durchaus reisen. Dies ist allerdings immer mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand verbunden. Nach erfolgreicher Nierentransplantation wird dies wieder viel einfacher. Da die meisten Probleme, Abstoßung und Komplikationen nach der Nierentransplantation im ersten Jahr auftreten, empfehlen wird unseren Patienten, größere Reisen erst nach einem Jahr nach der Nierentransplantation zu planen. Ansonsten gibt es aber keine absoluten Beschränkungen für Reisen von nierentransplantierten Patienten. Problematisch können allerdings Reisen in Länder sein, bei denen eine hohe Infektionsgefahr besteht oder bei denen Impfungen vorgeschrieben sind, die bei immunsupprimierten Patienten nicht durchgeführt werden dürfen. Die Planung einer solchen Reise sollte deshalb immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Erneuter Bauchschnitt nach einer vorangegangenen Bauchoperation.
Renin ist ein Eiweißmolekül, das in der Niere gebildet wird. Die Ausschüttung von Renin in der Niere nimmt immer dann zu, wenn die Durchblutung der Niere (z. B. bei einem Blutdruckabfall oder auch durch eine Verengung der Nierenarterie) geringer wird. Unter dem Einfluss von Renin wird aus den im Blut zirkulierenden Vorstufen vermehrt Angiotensin II gebildet. Das Angiotensin II seinerseits bewirkt eine Verengung der kleinen Blutgefäße, so dass der Blutdruck ansteigt.
kommt aus dem englischen und bedeutet "rettende Therapie" für die Niere, wenn sie durch eine Abstoßung bedroht ist. Hierunter versteht man in der Regel eine Verstärkung der abwehrunterdrückenden Behandlung - entweder durch neue Medikamente wie zum Beispiel einen "Cortison-Stoß" über drei bis vier Tage. Manchmal meinen Ärzte damit auch eine Umstellung der Behandlung von einem immunsuppressiven Medikament auf ein anderes, von dem eine bessere Wirkung angenommen wird.
Das Krankheitsbild besteht aus dem Symptom "unruhiger Beine".
bedeutet Augenhintergunderkrankung.
Medikament, das die Virusvermehrung hemmt. Das Medikament wird unter anderem zur Behandlung der Hepatitis C eingesetzt.
Die Bundesärztekammer hat Richtlinien zur Organtransplantation gemäß §16 des Transplantationsgesetzes erlassen. Diese Richtlinien umfassen die Grundsätze der Vermittlung von Organen zum Zweck der Transplantation. Sie gelten für alle in Deutschland transplantierten Organe (wie Nieren-, Pankreas-, Leber-, Herz-, Lungen- sowie Dünndarm-Transplantationen). Die Richtlinien beschreiben die Grundsätze zur Aufnahme in die Warteliste und die Indikationen und Kontraindikationen für eine Transplantation. Sie nennen auch die Verfahrensregeln und Kriterien der Organverteilung (Allokation). Diese Regelungen wurden von einer Organkommission, bestehend aus Vertretern der Krankenkassen, der deutschen Krankenhausgesellschaft, Juristen, Ethikern sowie Patientenvertretern, entwickelt, um die Transparenz bei der Organtransplantation zu verbessern. Es handelt sich um einen "überprüfbaren Rahmen.. ,der je nach fortschreitender Erkenntnis angepasst werden muss" (vgl. Präambel der Richtlinien zur Organtransplantation, Bundesärztekammer).
Antikörper gegen das Antigen CD 20, das sich auf der Oberfläche von B-Lymphozyten befindet. Rituximab wird eingesetzt zur Behandlung von entarteten B-Lymphozyten (B-Zell-Lymphome) aber auch zur Behandlung einiger Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Gelenkrheuma, bei denen die B-Lymphozyten im Krankheitsprozess eine Rolle spielen.
Das Respiratory syncytial Virus ist ein RNA-Virus der Paramyxo-Virusfamilie. Es kann eine schwere Lungenentzündung hervorrufen, die insbesondere bei kleinen Kindern, Patienten nach einer Knochenmark- oder Lungentransplantation und Patienten mit Lungenerkrankungen betreffen kann. Die Erkrankung kann sich mit Husten und Schnupfen, aber auch mit schwerer Atemnot und Asthma äußern. In schweren Fällen kann eine Behandlung mit dem Medikament Ribavirin und die i.v.-Gabe von Antikörpern gegen das Virus notwendig werden.
Bezeichnet einen Riss