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Thrombopenie

Erniedrigung der Blutplättchen

Thrombozytopenie

Mangel an Blutplättchen

Toleranzentwicklung

In der Transplantationsmedizin versteht man unter Toleranzentwicklung die allmähliche Gewöhnung des Immunsystems an ein fremdes Organ. Ob und unter welchen Umständen echte Toleranz gegenüber einem Fremdorgan beim Menschen wirklich vorkommt, ist bisher nicht geklärt.

Transaminasen

Unter Transaminasen werden Enzyme zusammengefasst, die vor allem in den Leberzellen vorkommen. Üblicherweise werden im Labor die SGOT, die SGPT und die Gamma-GT gemessen. Aus ihrer Höhe und dem Verhältnis zueinander kann man dann Rückschlüsse auf bestimmte Lebererkrankungen ziehen.

Transurethrale Resektion (TUR) der Blase

"Resektion" bedeutet Entfernung. Transurethral beschreibt den Zugangsweg in die Blase: Über die Harnröhre wird ein Endoskop in die Blase vorgeschoben. Bis dahin ähnelt die minimal-invasive Operation einer Blasenspiegelung. Dann wird über eine Elektroschlinge jeder Befund in der Blase entfernt (resiziert), der auffällig oder krankhaft verändert ist. Mit Hilfe des Endoskops können so in der Blase kleine gutartige oder sogar begrenzte bösartige Geschwulste der Schleimhaut abgetragen werden. Bei sehr umschriebenen und begrenzten bösartigen Tumoren der Blase kann so ein oberflächlicher Tumor abgetragen werden.

Transplantationsgesetz

Das Transplantationsgesetz regelt die Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben und wurde 1997 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Alle wichtigen Fragen und Regelungen zur Transplantation stehen in diesem Gesetz. In Deutschland darf eine Organtransplantation nur an einem zugelassenen Transplantationszentrum durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist auch, dass die wesentlichen Bereiche der Entnahme, Vermittlung und Transplantation getrennt sind. Voraussetzung für die Entnahme eines Organs bei einem Verstorbenen ist, dass der Spender die so genannten Hirntodkriterien erfüllt. Der Hirntod wird von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt und schriftlich dokumentiert. Hat ein Verstorbener einen Organspendeausweis oder kommt aus ärztlicher Sicht eine Organspende infrage, werden Angehörige nach einer schriftlichen (Organspenderausweis) oder mündlichen Erklärung zur Organspende des Verstorbenen befragt. Falls der Verstorbene sich zu seinen Lebzeiten nicht über eine Transplantation geäußert hat, sollten die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen handeln. Jeder Organhandel in Deutschland ist nach dem Transplantationsgesetz streng verboten und wird bestraft. 

Transplantationszentren

In Deutschland gibt es nahezu an jedem Universitätsklinikum auch ein Transplantationszentrum, an dem unterschiedliche Organe (Herz, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, Knochenmark) transplantiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

Tremor

heißt übersetzt "Zittern" und ist eine häufige Nebenwirkung von Tacrolimus. Diese Nebenwirkung kann sehr belastend sein und ist unter Umständen auch ein Grund für den behandelnden Arzt im Transplantationszentrum, das Medikament durch ein anderes zu ersetzen. Manchmal bessert sich das Händezittern im Laufe der Zeit von selbst.

Trinkmenge

Viele Patienten kennen das Gefühl unbegrenzt trinken zu dürfen nur noch in der Erinnerung. Wieviel darf ich trinken? Dies ist eine der häufigsten Fragen nach der Transplantation. Es gibt keine ideale, feste Trinkmenge, die für alle Patienten gilt. Jeder Patient hat mit seiner neuen Niere eine eigene, sinnvolle Trinkmenge, die von vielen Faktoren abhängt (z. B. auch von der Herzfunktion).

Trotzdem gilt eine Regel: Die Einfuhr (=Tagestrinkmenge) sollte der Tagesausfuhr (Tagesurinmenge) entsprechen. Mit anderen Worten: Der neuen Niere sollte soviel Flüssigkeit angeboten werden wie sie auch ausscheiden kann. Da aber ein wenig  Flüssigkeit im Körper auch über die Haut durch Schwitzen verloren geht (Vorsicht: im Sommer kann dieser Flüssigkeitsverlust erheblich ansteigen!), hat die Niere zusätzlich noch einen kleinen Zuschlag verdient ( z.B. 500 ml "fürs Schwitzen" einplanen).

Ein Beispiel: Produziert also die neue Niere 3 Liter Urin über 24 Stunden, sollte der Patient 3 Liter und "fürs Schwitzen" zusätzlich 500 ml trinken. Gesamttrinkmenge ist also 3,5 Liter.

Tubulitis

Eine Tubulitis bezeichnet eine Entzündung in den kleinen Nierenkanälchen, wie sie klassischerweise bei einer akuten Abstoßung auftreten kann. Nach dem Schweregrad der Tubulitis wird die akute Abstoßung international nach BANFF klassifiziert.

Tubulusnekrose

Untergang von Zellen, die die Harnkanälchen in der Niere bilden. Tubulusnekrosen treten auf bei zu geringer Sauerstoffversorgung der Niere oder auch beim Einwirken von giftigen Substanzen auf die Niere. Die Tubuluszellen können nach einer solchen Tubulusnekrose wieder neu gebildet werden.

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