siehe auch Adipositas.
Vergiftung des Körpers durch nachlassende Nierenfunktion. Bei schlechter werdender Nierenfunktion werden viele Substanzen, wie z.B. Kreatinin und Harnstoff, nicht ausreichend ausgeschieden und sammeln sich im Körper an. Vermutlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer giftiger Substanzen, die sich durch zu geringe Nierenfunktion im Körper ansammeln. Typische Symptome der Urämie sind Übelkeit und Schäden an der Magenschleimhaut, Blutarmut und Blässe und die Herzbeutelentzündung (urämische Perikarditis).
Zur mikroskopischen Untersuchung wird der Urin in speziellen Röhrchen in der Zentrifuge geschleudert. Dabei setzen sich am Boden des Röhrchens die festen Bestandteile, wie z.B. Zellen und Bakterien, die im Urin enthalten waren, ab. Dieser Bodensatz des Urins wird dann auf einen Glas-Objektträger gegeben und kann im Mikroskop angesehen werden. Beim Gesunden findet man im Urinsediment nur sehr wenige weiße und rote Blutkörperchen und wenige Bakterien und Zellen, die von der Schleimhaut von Blase und ableitenden Harnwegen stammen. Bei einigen Nierenerkrankungen findet man im Sediment vermehrt rote Blutkörperchen. Bei bakteriellen Entzündungen der Nieren, der Harnblase oder der ableitenden Harnwege werden in der Regel vermehrt weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und häufig auch Bakterien im Urinsediment gefunden.
Aufstau des Urins durch ein Abflusshindernis. Ein Urinstau kann am Abfluß des Urins vom Nierenbecken in den Harnleiter, im Harnleiter selbst oder auch am Abfluß des Urins durch die Harnröhre nach außen auftreten. Ein Urinstau kann z.B. durch Nierensteine, ein Abknicken des Harnleiters, Tumoren oder durch Verengungen der Harnröhre durch Narbenbildung (z.B. durch ein vorhergegangene Operation, oder durch Einführen eins Blasenkatheters) oder beim Mann durch eine vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostata) hervorgerufen werden.