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Valaciclovir

Medikament/Wirkstoff gegen eine Herpes- oder Cytomegalievirusinfektion

Valganciclovir

Valganciclovir ist eine Weiterentwicklung des Medikamentes Ganciclovir, das bereits seit mehreren Jahren zur Behandlung der Cytomegalievirusinfektion eingesetzt wird. Der Vorteil von Valganciclovir gegenüber Ganciclovir besteht darin, dass die Aufnahme des Medikamentes aus dem Darm wesentlich besser ist, so dass das Medikament in Tablettenform eine gute Wirkung hat. Valganciclovir kann benutzt werden, um die Infektionen mit Cytomegalievirus zu verhindern (Prophylaxe). Dies ist ganz besonders wichtig in den Fällen, in denen ein Patient, der keine Antikörper gegen Cytomegalievirus gebildet hatte, eine Niere transplantiert bekommt, deren Spender Kontakt mit dem Cytomegalievirus hatte. Valganciclovir ist gut verträglich. Die häufigste Nebenwirkung ist ein Rückgang der weißen Blutkörperchen (Leukopenie). Die Dosierung von Valganciclovir richtet sich nach der Nierenfunktion.

Vaskulitiden (Mehrzahl von Vaskulitis)

„Entzündung“ der kleinen Arterien. Je nach Größe der betroffenen Arterien werden unterschiedliche Formen der Vaskulitis unterschieden. Die Vaskulitiden gehören zu den sog. Autoimmunkrankheiten, bei denen durch eine Fehlregulation das Immunsystem des Körpers die eigenen Organe - in diesem Falle die kleinen Arterien - schädigt. Warum und wie diese Prozesse in Gang kommen ist, wie bei den meisten anderen Autoimmunerkrankungen auch, noch ungeklärt. Die Entzündung der kleinen Blutgefäße verschlechtert die Durchblutung in den entsprechenden Organen. Die Vaskulitis kann im Prinzip alle Organe betreffen. Typisch sind Befall der Lunge, der Haut und der Nieren. Eine Vaskulitis kann z.B. auch in den Nasenschleimhäuten oder im Gehirn auftreten.

Vitamin D3

Vitamin D kann zwar mit der Nahrung aufgenommen werden, aber streng genommen ist es eigentlich kein Vitamin sondern ein Hormon, das der Körper aus Vorstufen bilden kann. Für diesen Stoffwechselvorgang sind unter anderem Zellen in der Haut verantwortlich, die durch UV-Licht stimuliert werden müssen. Weitere wichtige Organe für die Bildung von Vitamin D3 sind die Leber und die Niere. Bei Nierenerkrankungen kommt es deshalb häufig schon früh zu einem Absinken des aktiven Vitamin D3 (1,25-OH-Cholecalciferol). Aktives Vitamin D3 ist ein wichtiger Regulator des Calciumstoffwechsels. Durch Bindung an die Zellen der Nebenschilddrüsen senkt Vitamin D3 die Produktion des Nebenschilddrüsen- hormones (Parathormon). Aktives Vitamin D3 wird außerdem benötigt vom Darm für die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung, vom Knochen für den Einbau von Calcium und von der Niere zur Regulation der Calciumausscheidung im Urin. Aufgrund des Mangels an Vitamin D3 kam es bei den Dialysepatienten in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts häufig zu erheblichen Knochenschäden mit Zystenbildung in den Knochen und vermehrten Knochenbrüchen. Seit etwa 30 Jahren steht jetzt aktives Vitamin D3 als Medikament, das injiziert oder als Tablette eingenommen werden kann zur Verfügung, sodass diese renale Osteopathie in dieser Form kaum noch auftritt.

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