Die statistischen Überlebensraten von Lebendnierenspenden sind höher als von postmortalen Spenden.
Das Transplantatüberleben postmortal gespendeter Nieren ist in der Frühphase (nach dem 1 Jahr) insgesamt sehr gut. Weiterhin verbesserungswürdig ist das Langzeitüberleben (5- und 10-Jahres- Überlebenszeit) von Nierentransplantaten. Viele Faktoren beeinflussen das langfristige Überleben einer Niere.
Grundsätzlich gilt: Die Ergebnisse von Lebendspenden sind im Vergleich zu postmortalen Spenden besser. Lebendnieren leben damit statistisch betrachtet länger. Besonders bei verwandten Spendern mit hoher Übereinstimmung der HLA-Gewebemerkmale ist das Langzeitüberleben der transplantierten Organe hervorragend. Viele Faktoren tragen zu der deutlich höheren Überlebensrate von Lebendnierenspenden bei, z.B. der Verwandschaftsgrad zwischen Spender und Empfänger (mit einer guten Übereinstimmung in den HLA-Gewebemerkmalen), der im Vergleich zur postmortalen Spende nur kurze Verpflanzungsschock (Ischämiezeit) und die möglicherweise bessere "Compliance" des Empfängers durch das besondere Näheverhältnis zwischen Spender und Empfänger.
Der Erfolg einer Transplantation wird nicht nur von medizinischen Faktoren beeinflusst, sondern auch von einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten und einer positiven Einstellung des Patienten gegenüber seinen neuen Aufgaben und Pflichten.
Eine erfolgreiche Nierentransplantation hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Hier ist die Operation nicht allein entscheidend. Das Transplantationsteam, der behandelnde Arzt und der Patient müssen als Team zusammenarbeiten, damit eine Niere möglichst lange Zeit gut funktioniert.
Hier gilt es einige wichtige Grundsätze zu beachten, damit ein langes Transplantatüberleben gesichert werden kann:
Entscheidend ist die gute Mitwirkung (Adhärenz) des Patienten. Eine Transplantation ist nur dann erfolgreich, wenn der Patient die neuen Aufgaben und Pflichten gleichermaßen beachtet und umsetzt.
Sehr gute Langzeitüberlebensrate der Patienten, die an der Universitätsklinik Frankfurt transplantiert wurden
In Deutschland werden die Ergebnisse im Langzeitverlauf nach Nierentransplantation in einem zentralen Register (Datenbank der Collaborative Transplant Study) gesammelt und an der Universität Heidelberg systematisch ausgewertet. Jedes Transplantationszentrum, das seine Ergebnisse dort meldet, kann eine Langzeitanalyse seiner Patienten erhalten.
Das Langzeitüberleben der Nierentransplantate, die im Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Frankfurt am Main operiert wurden, ist im internationalen Vergleich sehr gut (im Zeitraum von 1968 bis 2004, Nachbeobachtungsdauer bis 20 Jahre nach der Transplantation).