Eine weitere medizinische Voraussetzung für die Durchführung einer Transplantation ist das Crossmatch, eine Untersuchung, bei der die Verträglichkeit zwischen Empfängerblut und Spenderniere getestet wird. in den europäischen Leitlinien wird die Durchführung dieses Tests als zwingend empfohlen.
Vor der Lebendspende wird der wichtige Verträglichkeitstest - das Crossmatch - durchgeführt. Es wird indirekt gestestet, ob die Lebendspenderniere und der Empfänger zueinander passen. Hat ein Empfänger in seinem Blut Antikörper, die gegen die Zellen des Lebendorganspenders gerichtet sind, sollte die Transplantation nicht durchgeführt werden.
Ein positives Crossmatch bedeutet, dass das Empfängerblut und die Niere des Lebendspenders nicht verträglich sind. Eine solche Lebendspende wäre zum Scheitern verurteilt: mit hoher Wahrscheinlichkeit würde die "unverträgliche" Spenderniere ihre Funktion durch eine schwere Abstoßung rasch verlieren.
Ein Crossmatch sollte vor einer Nierentransplantation zwingend durchgeführt werden und ist zum Ausschluss komplement-abhängiger lymphozytotoxischer Antikörper obligat. Grundlage dieses Testverfahren sind die Blutseren der Empfängers, die gegen mononukleäre Zellen des Spenders aus peripherem Blut, Milz oder Lymphknoten getestet werden (Empfehlung Grad B: mittlere Evidenzstufe).