Grundsätzlich sollte bei jedem Dialysepatient geprüft werden, ob eine Nierentransplantation in Frage kommt: da die Nierentransplantation ein besseres Überleben und eine bessere Lebensqualität im Vergleich zur Dialyse aufweist (Empfehlung Grad A: höchste Evidenzstufe).
Eine Langzeitdialyse, oder früher abgelaufene wiederholte Infektionen sind kein Ausschlusskriterium (Kontraindikation) zu einer Nierentransplantation.
Auch ausgeheilte bösartige Tumoren (Malignome) oder Herz-Kreislauferkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankungen) sind keine absolute Gegenanzeige für eine Nierentransplantation (Empfehlung Grad B: mittlere Evidenzstufe).
Eine psychologische Untersuchung der Transplantkandidaten ist sinnvoll, um zu prüfen, ob ein Patient sich an die Richtlinien des Arztes (Compliance?)streng hält. (Empfehlung Grad B: mittlere Evidenzstufe).