In einigen Fällen muss eine Transplantation kurzfristig abgesagt werden. Diese für den Patienten erschütternde Nachricht kann viele Gründe haben, wie z.B. eine Blutgruppenunverträglichkeit oder eine bisher unentdeckte Infektion des Patienten.
Fällt das Crossmatch positiv aus, so besteht eine Unverträglichkeit zwischen den Organzellen des Spenders (stellvertretend für die Niere wird Milzgewebe im Labortest verwendet) und dem Blut des Empfängers. Positiv bedeutet in diesem Fall eine schlechte Nachricht: Die Nierentransplantation muss abgesagt werden.
In seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Patient zu einer Transplantation angerufen wird, ins Transplantationszentrum kommt und bei den Untersuchungen ein auffälliger Befund erhoben wird, der gegen die Durchführung einer Transplantation spricht. Gründe können sein:
Die Gründe, weshalb eine Transplantation im letzten Moment abgesagt werden muss, sind leider immer wieder vielfältig. Daher ist es wichtig, als Patient diese Unsicherheiten zu kennen und nicht mit dem Gefühl der "sicheren" Transplantation in das Transplantationszentrum zu kommen. Denn nur wenn alle Voraussetzungen ideal sind, ist eine Transplantation auch langfristig erfolgreich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Patienten auf der Warteliste in regelmäßigen Abständen untersucht werden.
Stellt man kurz vor der Operation Auffälligkeiten bei der Spenderniere fest, muss die Transplantation ebenfalls abgesagt werden.
Auch nach der Entnahme der Niere eines Verstorbenen kann die Qualität des Organs nicht immer sicher eingeschätzt werden. So kann es in sehr seltenen Fällen vorkommen, dass bei den Vorbereitungen zur Transplantation im Transplantationssaal des Zentrums die Spenderniere auffällige oder unklare Befunde zeigt. Noch bevor der Patient in den Operationssaal kommt, präpariert der Operateur die Spenderniere und prüft, ob die Niere irgendwelche Auffälligkeiten aufweist. Auch hier gilt: Nur wenn die Niere vom Operateur freigegeben wird, kann die Transplantation stattfinden.