Die Aufnahme zur Tranplantation erfolgt in der Regel durch die medizinische oder chirurgische Notaufnahme im jeweiligen Transplantationszentrum. In der Regel gibt der behandelnde Arzt, der den Patienten telefonisch von dem Organangebot unterrichtet, genaue Anweisungen. Der Patient sollte idealerweise in einem Zeitraum von etwa einer Stunde im Transplantationszentrum eintreffen. Im Einzelfall kann bei einer längeren Anreise dieser Zeitraum nach Rücksprache mit dem Arzt überschritten werden.
Im Krankenhaus empfängt ihn der zuständige Dienstarzt. Alles muss nun schnell, aber auch gründlich ablaufen. Passen Spenderniere und Empfänger wirklich gut zueinander? Alle Faktoren - Gewebeübereinstimmung, Blutgruppenvergleich, CMV-Status - werden noch einmal vom Dienstarzt überprüft. Gibt es im letzten Moment Gründe, die gegen eine Transplantation sprechen? Dies könnten sein:
Das Crossmatch wird kurz vor der geplanten Operation in der Blutbank durchgeführt. Der Test prüft, ob die Spenderniere und das Blut des Empfängers wirklich zueinander passen. Befinden sich im Blut des Patienten Antikörper, die gegen die Zellen des Organspenders gerichtet sind, kann die Transplantation nicht stattfinden und muss abgesagt werden. Ein positives Crossmatch bedeutet, dass das Empfängerblut und das Spendergewebe nicht miteinander verträglich sind. Die Transplantation einer solchen "unverträglichen" Niere würde zu einer schweren Abstoßung führen. Dies hätte einen raschen Funktionsverlust der Niere zur Folge, die Operation wäre damit sinnlos. Deshalb kann es passieren, dass ein Patient "operationsbereit" wartet und dann - im Falle eines positiven Crossmatch - doch nicht operiert werden kann.
In der Notaufnahme oder auf der Transplantationsstation erfolgt die Begrüßung des Patienten durch den betreuenden Arzt des Transplantationsteams. Wichtige Untersuchungen müssen nun rasch, jedoch auch mit größter Sorgfalt erfolgen. Hierzu zählen: die Blutentnahme und die Klärung der Notwendigkeit einer Dialyse anhand der Anamnese, des Trockengewichts und der Laborwerte. Idealerweise dialysiert der Patient vor einer Transplantation noch einmal, um mit guten Laborwerten (insbesondere Elektrolyte wie das Kalium) in die Operation zu gehen.

Vor der Transplantation erfolgen eine Reihe von Untersuchungen und Aufklärungsgesprächen. Hierzu zählen:
Dies geschieht in der Regel unter einem gewissen Zeitdruck. Häufig vergehen jedoch etwa 4-5 Stunden vom Eintreffen des Patienten bis zur eigentlichen Operation. Dies ist durch die Untersuchungen, die möglicherweise notwendige Dialyse und das so genannte Crossmatch bedingt. Erst wenn alle notwendigen Informationen und Untersuchungen abgeschlossen sind und keine Gründe gegen eine Transplantation vorliegen, kann der Patient in den Operationssaal gebracht werden.