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Myfortic®

Myfortic® enthält den Wirkstoff Mycophenolsäure (MPA) als Mycophenolat-Natrium. Das Medikament gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva und wird nach Organtransplantation zur Abstoßungsprophylaxe eingesetzt.
Myfortic® ist eine magensaftresistente Formulierung des Wirkstoffs (EC-coated-Mycophenolat-Natrium), die zum Schutz des oberen Magen-Darm-Trakts entwickelt wurde.

Indikation (Einsatzgebiet)

Myfortic® wird in der Organtransplantation in Kombination mit anderen Immunsuppressiva (Cyclosporin und Corticosteroiden) zur Prävention akuter Transplantatabstoßungen eingesetzt.

Wirkmechanismus

Mycophenolsäure (MPA), der Wirkstoff von Myfortic®,  gehört zur Gruppe der Antimetaboliten und wirkt als Zellteilungshemmer (Proliferationshemmer). Dabei hemmt MPA die Synthese bestimmter DNA-Bausteine, die zur Neubildung von DNA für die Produktion von Abwehrzellen benötigt werden. Wird die Herstellung von DNA durch das Medikament verhindert, können keine Abwehrzellen (T- und B-Lymphozyten) produziert werden. Das Immunsystem wird wirksam geschwächt. In der Organtransplantation kann dadurch eine Abstoßung verhindert werden.

Einnahme- und Dosierungsanleitung

Die Behandlung mit Myfortic®  darf nur von Ärzten mit Erfahrung in der immunsuppressiven Therapie nach Organtransplantation durchgeführt werden. Die Dosierung wird individuell für jeden Patienten festgelegt. Die allgemeine Richtlinie für die Dosierung bei Erwachsenen liegt bei 720 Milligramm zweimal täglich.
Blutspiegelmessungen können in der Anfangsphase und bei klinischem Verdacht auf eine Überdosierung sinnvoll sein.

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Was ist bei der Einnahme zu beachten? (Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Myfortic® kann in der Langzeitanwendung das Risiko des Patienten an einem bösartigen Tumor zu erkranken erhöhen. Aufgrund der möglichen schweren Nebenwirkungen sollte das Medikament nur unter stetiger Kontrolle von Fachärzten mit Erfahrungen in der Transplantationsmedizin eingesetzt werden. Eine regelmäßige Blutbildkontrolle ist unerläßlich.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über Anzeichen einer Infektion und über das Auftreten von Blutungen oder Blutergüssen.

Patienten mit seltenen folgenden Krankheiten sollten dieses Medikament nicht einnehmen:

  • Erbkrankheiten (Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel, Glucose-Galaktose-Malabsorption)
  • Stoffwechselkrankheiten (Mangel an Hypoxyxanthin-Guanin-phosphoryl- Transferase, Lesch-Nyhan-Syndrom oder Kelly-Seegmiller-Syndrom)

 
Schwangerschaft und Stillzeit
Da die Möglichkeit einer Schädigung des Kindes in der Schwangerschaft besteht, sollte vor Beginn der Therapie mit Myfortic® eine Schwangerschaft durch einen Schwangerschaftstest ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollten Frauen während der Einnahme von Myfortic® für eine wirksame Empfängnisverhütung sorgen. In der Stillzeit sollte das Medikament nicht angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen
Durch Sonnenbestrahlung oder die Anwendung von Solarien können unerwünschte Hautreaktionen auftreten. Unter der Behandlung müssen regelmäßige Haut- und Blutbildkontrollen durchgeführt werden.

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Wann sollte Myfortic® nicht angewendet werden (Kontraindikationen)

Myfortic® sollte nicht eingesetzt werden bei bekannter Allergie gegen EC-Mycophenolat-Natrium, Mycophenolsäure, Mycophenolatmofetil (MMF) oder andere Bestandteile des Medikaments.

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Welche Wechselwirkungen bestehen mit anderen Medikamenten?

Wechselwirkungen mit folgenden Medikamenten wurden beobachtet:

  • Aciclovir und Ganciclovir
  • Magnesium-Aluminium-haltige Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure
  • Colestyramin und Arzneistoffe zur Bindung von Gallensäuren

 
Es empfiehlt sich keine gleichzeitige Anwendung von Lebendimpfstoffen. Die Wirkung von Totimpfstoffen kann unter einer Therapie mit Myfortic® an Wirksamkeit verlieren.

Welche bekannten Nebenwirkungen können auftreten?

Als Immunsuppressivum schwächt Myfortic® die körpereigene Abwehr. Daher kann der Körper Infektionen nicht so gut abwehren. Zu den wichtigsten Nebenwirkungen zählen:

  • Infektionen durch Bakterien, Pilze oder Viren
  • Blutbildveränderungen
  • Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall
  • Infektionen der Atemwege
  • Husten
  • Grippeartige Beschwerden (Fieber, Müdigkeit)
  • Nierenerkrankungen
  • Leberfunktionsstörungen

 
Seltene bis gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie)
  • Gutartige und bösartige Tumoren (insbesondere der Haut)
  • Haarausfall
  • Zittern

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ACHTUNG: Die Beschreibung dieses Medikaments erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Bitte lesen Sie die Benutzerhinweise und Hinweise zu Medikamenten

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