Grundsätzlich kann die Nachbetreuung in einem Transplantationszentrum oder bei einem niedergelassenen Nephrologen erfolgen. Kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus ist in der Regel eine Bestimmung der Laborwerte mit Überwachung der Transplantatfunktion dreimal pro Woche notwendig. Die Überwachung der immunsuppressiven Therapie erfolgt ebenfalls durch eine Laborwertbestimmung (z.B. Ciclosporin- oder Tacrolimusspiegel).
Später werden die Intervalle der Überwachung der Nierenfunktion länger. Bei unkompliziertem Verlauf und nach individueller Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können die Zeitabstände der Kontrolluntersuchungen wie folgt aussehen:
Jeder Patient sollte jedoch bei gesundheitlichen Problemen unverzüglich seinen behandelnden Arzt aufsuchen. Eine Zeitverzögerung kann im schlimmsten Fall zu einem Organverlust und zu lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken für den Patienten führen.
Während des stationären Aufenthalts wird eine tägliche Überwachung der Nierenfunktion empfohlen. Das Auftreten möglicher Komplikationen muss engmaschig überprüft werden. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus ist im ersten Monat nach der Transplantation mindestens zweimal pro Woche eine Überwachung notwendig. Im Folgemonat sollte ein Monitoring einmal pro Woche erfolgen, danach in regelmäßigen Abständen (Empfehlungen Grad C: Expertenevidenz).
Das empfohlene minimale Routineprogramm umfasst (Empfehlung Grad C: Expertenevidenz):
Bei Verschlechterung der Transplantatfunktion sollten weitere Untersuchungen zur Abklärung unverzüglich veranlasst werden (Empfehlung Grad C: Expertenevidenz), z.B.:
Diese hier aufgeführten ausführlichen Kontrolluntersuchungen sollten nicht nur bei abnehmender Transplantatfunktion, sondern auch nach 6 und 12 Monaten durchgeführt werden (Empfehlung Grad C: Expertenevidenz).