Die tägliche Trinkmenge eines Transplantierten sollte so bemessen sein, dass die Urinmenge mindestens 2 Liter pro 24 Stunden beträgt. Transplantatnieren reagieren recht empfindlich auf eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr mit einer Kreatininerhöhung. Außerdem ist es für den Patienten leichter, eine Verringerung der Urinausscheidung selbst zu bemerken, wenn die Ausscheidungsmenge normalerweise hoch ist. Dies erleichtert die frühzeitige Feststellung einer Abstoßungskrise.
Besonders bei heißem Wetter muss auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Ein Flüssigkeitsverlust über die Haut kann zu einer akuten Verschlechterung der Transplantatfunktion führen.
Im Sommer, wenn stark geschwitzt wird, muss unter Umständen die Trinkmenge auf über 3 l/Tag erhöht werden. Wenn die Niere zu wenig Flüssigkeit erhält, kann das Kreatinin akut ansteigen. Ob ein Flüssigkeitsmangel vorliegt, kann geprüft werden, indem man dem Patienten 1 l Flüssigkeit in Form einer Infusion gibt und die Kreatininmessung am nächsten Tag noch einmal wiederholt.