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Sport

Wichtig!

Nach vollständiger Ausheilung der Operationswunde ist es in jeder Hinsicht empfehlenswert, Sport zu treiben, der wenig belastet und keine Infektions- oder Verletzungsrisiken birgt.

Mit sportlichen Aktivitäten sollte erst nach vollständigem Abschluss der Wundheilung, also etwa drei Monate nach der Operation, begonnen werden. Bestimmte Sportarten sind dann ohne wesentliche Einschränkungen möglich. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Wandern, Joggen, Nordic Walking
  • Radfahren
  • Tennis
  • Gymnastik

Grundsätzlich sind Ballsportarten oder Sportarten mit einem Risikopotential durch engen Körperkontakt oder einer Verletzungsgefahr im ersten Jahr nach der Transplantation nicht empfehlenswert. Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten kann in der ersten Zeit mit einer Infektionsgefahr verbunden sein und sollte daher vermieden werden. Knochenschäden (Hüftkopfnekrosen) und eine erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) sowie Gelenkprobleme sollten vor Beginn eines intensiven sportlichen Trainings ausgeschlossen werden. Im Einzelfall sollte der behandelnde Arzt über das individuelle Risiko eines Patienten entscheiden und eine Empfehlung geben.

Wichtig!

Durch regelmäßige Bewegung wird das körperliche und seelische Wohlbefinden erheblich gesteigert, was sich letztlich auch positiv auf die Niere auswirkt.

Empfehlungen zur Intensität

Hat ein Patient jahrelang keinen Sport getrieben, gilt es einige Regeln zu beachten:

Man sollte sanfte Formen des Ausdauertrainings nutzen. Zwar sind Joggen, Radfahren und Skilanglauf ideale Ausdauersportarten. Dennoch ist es am Anfang wichtig, sich nicht zu überlasten. Nordic Walking als besondere Form des sportlichen Wanderns kann durchaus empfohlen werden. Jeder Patient sollte seinen eigenen Rhythmus finden und realistische Vorsätze fassen. Wichtig ist auch die Bewegung im Alltag: Treppensteigen statt Aufzug - oder mit dem Fahrrad ins Büro!

Die Intensität des Sports muss individuell festgelegt werden. So sind Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkbeschwerden bei der Belastung zu berücksichtigen. Als Faustregel gilt: "Laufen ohne zu schnaufen" und eine altersentsprechende Pulsbelastung (z.B. 180 - Alter = angestrebter Puls).

10 Gründe für Sport nach einer Nierentransplantation

  • Herz und Kreislauf: Gelingt es durch Sport den Kalorienverbrauch einer Woche um insgesamt 1500-3000 Kalorien zu verringern, kann dies zu einer deutlichen, statistisch messbaren Risikosenkung für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung beitragen.
  • Körpergewicht: Kurzfristig betrachtet reduziert sportliche Aktivität den oft schwer kontrollierbaren "Heißhunger", aber auch langfristig gesehen lässt sich nur durch regelmäßige Bewegung eine kontinuierliche Gewichtszunahme im Lebensverlauf verhindern.
  • Ausdauer: Gehen, Wandern, Laufen haben einen gesicherten Trainingseffekt: Daher ist jede Form der Bewegung wichtig!
  • Fettstoffwechsel: Sport hat einen positiven Einfluss auf günstige Fettstoffwechselwerte (hohes HDL und niedriges LDL).
  • Zuckerstoffwechsel: Mit Sport lässt sich der Insulinspiegel im Blut senken.
  • Blutgerinnung: Ausdauertraining verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.
  • Osteoporose: Die Knochenmasse und Knochenfestigkeit kann durch Sport langfristig verbessert werden.
  • Abhängigkeit von Zigaretten: Obwohl Nierenkranke unbedingt auf Nikotin verzichten sollten, gibt es leider immer Patienten, die rauchen. Sport hilft, die Abhängigkeit zu überwinden.
  • Psyche: Körperliche Aktivität steigert das seelische Befinden.
  • Spaß: Sport macht Freude, besonders in der Gruppe.
Hilfe
Sport nach Nierentransplantation?
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