Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wichtig!

Bei Nierentransplantierten (und Dialysepflichtigen) ist das Risiko für Gefäßverkalkungen erhöht. Daher ist es besonders wichtig, dass die Patienten generell auf eine gesunde, verantwortungsbewusste Lebensweise achten.

Viele nierentransplantierte Patienten sind natürlich auf die Funktion ihrer Transplantatniere fokussiert. Jedoch auch andere Organe sind von lebenswichtiger Bedeutung! Starke Verkalkungen der Blutgefäße, Schäden am Herzen oder an der Leber können unter Umständen schneller zum Tode führen als der Verlust der Transplantatniere. Die Dialyse ist für jeden Patienten eine Sicherheit, wenn das Transplantat versagt  - ein solches Sicherheitsnetz gibt es für andere Organe nicht!

Der Patient sollte deshalb unbedingt darauf achten, Risikofaktoren, die ein rasches Fortschreiten der Gefäßverkalkung im Körper bewirken, so gering wie möglich zu halten.

Zu diesen Risikofaktoren zählen:

Wichtig!

Die wichtigsten Maßnahmen, um die Gefahr von Gefäßverkalkungen und daraus resultierender Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren, liegen in der Hand des Patienten: Nikotinverzicht, konsequente Blutdruckkontrollen, vernünftige Ernährung und körperliche Bewegung.

Leider ist bei Nierentransplantierten wie auch bei Dialysepatienten das Risiko für Verkalkungen auch der Herzkranzgefäße erhöht. Die hierfür entscheidenden Faktoren sind teilweise nicht beeinflussbar. Trotzdem hat der Patient die Möglichkeit, seine persönliche Risikolage durch seine Lebensführung deutlich zu verbessern. Hier ist an erster Stelle das Rauchen zu nennen. Rauchen ist ein erheblicher kardiovaskulärer Risikofaktor und sollte streng vermieden werden.

Ein großer Risikofaktor ist auch ein zu hoher Blutruck. Als starker Risikofaktor für das Fortschreiten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollte er mit Werten <130/80 mmHg eingestellt sein. Jeder Patient sollte regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren. Etwa 80% der nierentransplantierten Patienten benötigen Medikamente gegen hohen Blutdruck.

Große Bedeutung für das Risiko von Gefäßverkalkungen hat auch etwaiges Übergewicht, da es den Blutdruck erhöht und negativen Einfluß auf den Blutzucker- und Fettstoffwechsel nimmt. Patienten, denen es gelingt abzunehmen, ihren Blutdruckes, der Cholesterinwerte im Blut und häufig auch des Blutzuckers.

Eine wichtige Rolle bei Gefäßverkalkungen spielt das Cholesterin. Bei den meisten Nierentransplantierten ist ein erhöhter Cholesterinwert festzustellen, was teilweise wahrscheinlich durch die Medikamentengabe bedingt ist. Den Cholesterinwert durch Diät zu beeinflussen ist nicht leicht, jedoch bei sehr konsequenter Einhaltung einer fettarmen Diät durchaus möglich. Sollte eine Senkung des Cholesterins durch Diät nicht möglich sein, kann ein Cholesterin senkendes Medikament verordnet werden.

Regelmäßige sportliche Aktivität (mindestens 3x pro Woche 30-45 Minuten) verringert Verkalkungen der Herzkranzgefäße und wirkt lebensverlängernd.

Hilfe
Bestimmung der Nierenfunktion

Formeln und Rechner >>Mehr

Wichtige Informationen für den Umgang mit dem Nierenratgeber www.nierenratgeber.de ist ein Patienteninformationssystem. Es dient reinen Informationszwecken und ersetzt nicht die individuelle ärztliche Beratung und Betreuung des Patienten.
Vor der weiteren Benutzung des Patienteninformationssystems lesen Sie bitte unbedingt die nachfolgenden Anleitungen: Wichtige allgemeine Hinweise Hinweise zum Umgang mit Medikamenten