Wenn es möglich ist, die manchmal zusätzlich vorhandene zweite, sehr kleine Arterie des Transplantats anzunähen, kommt es zu einer Durchblutungsstörung in einem kleinen Teil des Transplantats. Normalerweise wird dadurch die Gesamtfunktion aber nicht beeinträchtigt.
In der Regel wird die die Transplantatniere durch eine Nierenarterie mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Selten hat eine Spenderniere eine zweite, kleinere, manchmal kaum erkennbare Nierenarterie (die so genannte Polarterie), die einen kleinen Teil der Niere eigenständig versorgt. Ist es nicht möglich, diese Arterie aufgrund ihrer geringen Größe eigenständig anzunähen, kann es zu einer Minderversorgung in einem Teil der Transplantatniere kommen. Normalerweise gefährdet der Ausfall eines kleinen Gewebeanteils die Gesamtfunktion des Organs nicht; dennoch ist der nicht durchblutete Anteil unwiederbringlich verloren und hinterlässt eine Narbe in der neuen Niere.



Moderne bildgebende Verfahren zur Diagnose einer Minderdurchblutung sind:
Vorbeugende Maßnahmen schützen vor Embolien und Thrombosen nach der Transplantation.
Zur Blutversorgung wird die Transplantatniere an einer großen Beckenarterie und der dazugehörigen Beckenvene angeschlossen. Bei Arterien, die durch eine Gefäßverkalkung vorgeschädigt sind, kann es zu einer Gefäßverstopfung (periphere Embolie) mit schwerer Durchblutungsstörung kommen (Schaufensterkrankheit). Bei jeder Operation besteht grundsätzlich auch das Risiko, Blutgerinnseln in den Beinvenen zu entwickeln, sodass heute bei jeder Operation eine Thromboseprophylaxe unumgänglich ist. Empfohlene Maßnahmen zum Schutz vor Thrombosen nach der Transplantation sind: