Die nach der Transplantation notwendigen abwehrschwächenden Medikamente verursachen eine erhöhte Anfälligkeit für verschiedene Infektonen.
Unter der immunsuppressiven Therapie kann es zu Infektionen kommen. Infektionen sind bei transplantierten Patienten häufig verursacht durch:
Bakterielle Infektionen der Harnwege und Infektionen der Lunge (Bronchitis oder Lungenentzündung) gehören zu den häufigsten Problemen bei nierentransplantierten Patienten. Daneben sind auch Infektionen mit bestimmten Viren (z.B. Cytomegalievirus-Infektionen = CMV-Infektionen) ein häufiges Problem.

Andere häufige Viren, die transplantierte Patienten infizieren können weitere Organe betreffen: an der Haut können bestimmte Warzen auftreten oder es können andere klassiche Hauterkankungen (z.B. Windpocken = Varizellenerkrankung) auftreten.
Auch die Lymphdrüsen im Körper können durch besondere Viren erkranken (z.B. das Eppstein-Barr-Virus = EBV kann zum Krankheitsbild des "Pfeifferschen Drüsenfiebers" oder in sehr seltenen Fällen zu einer "Post-Transplantations-lymphoproliferativen Erkrankung = PTLD" führen.
Mehr allgemeine Informationen zum Thema Bakterien, Viren und andere Erreger, die zu verschiedenen Krankheitsbildern führen können, finden sich unter:
[1] Medizinisches Lehrbuch: Medizinische Mikrobiologie in Wikibooks www.wikibooks.org