Die Pankraes-Nieren- transplantation ist geeignet für Patienten mit Typ I Diabetes ("jugendlicher Diabetes") -
nicht aber für Patienten mit
Typ II Diabetes ("Alterszucker").
Die Diagnose des Typ I Diabetes mellitus wird gesichert, wenn der Patient früher oder aktuell einen positiven Antikörper-Nachweis zeigt - gegen
oder wenn trotz negativer Inselzell-Antikörper in einem besonderen Testverfahren - nach Stimulation mit einem Hormon Glucagon (Glucagon Stimulations-Test) - kein signifikanter Anstieg des C-Peptids erfolgt. In diagnostisch schwierigen Fällen kann ein Experten-Kommitee (ET Pankreas Advisory Committee =EPAC) bei der Entscheidung unterstützen.
In der Regel haben die Patienten bei der Auswahl und Aufnahme auf die Warteliste folgende Charakteristika:
Insbesondere die fortgeschrittene Makroangiopathie mit einer behandlungsbedürftigen koronaren Herzerkrankung oder einer peripheren arteriellen Verschlußkrankheit sollte ausgeschlossen werden. Es gelten ähnlich der alleinigen Nierentransplantation zusätzlich die bekannten Kontraindikationen zur Transplantation. Der Patient darf keine chronischen Entzündungen haben (beim Diabetiker z.B. Knochenentzündungen) oder an einem Malignom leiden. Eine gute Mitwirkung und Einsichtsfähigkeit in den Behandlungsprozess ist notwendige Voraussetzung für den Erfolg einer kombinierten Transplantation.
Nur für Patienten, die an einem juvenilen (= jugendlichen) Diabetes mellitus (einem so genannten Typ I Diabetes) leiden. Bei diesen Patienten produziert die Bauchspeicheldrüse meistens schon ab dem Kindesalter kein Insulin mehr. Kleine Drüsenzellen in der Bauchspeicheldrüse, die auch als Langerhanssche Inseln bezeichnet werden, sind durch einen selbstzerstörerischen Prozess des Körpers (autoimmune Ursache) nicht mehr in der Lage, lebensnotwendiges Insulin zu produzieren.
Die Pankreas-Nierentransplantation eignet sich hingegen nicht für den viel häufigeren Typ II Diabetes, auch Alterszucker genannt. Bei diesen Patienten produziert die Bauchspeicheldrüse zumindest anfangs zu viel Insulin. Dieses Insulin in großen Mengen kann jedoch als Botenstoff, wie beim Schlüssel-Schloss-Prinzip, als falscher Schlüssel nicht mehr an den Zellen des Körpers (Muskel-, Leberzellen) wirken. Erst später erschöpft sich auch beim Alterszucker die Bauchspeicheldrüse und produziert insgesamt zu wenig Insulin.